10thMai

Buchbesprechung: Merten, Hans-Lothar; Vertreibung aus dem Paradies – 100 Jahre Steueroasen zwischen Nummernkonten, Briefkastenfirmen und Karibikinseln; Finanzbuchverlag; München 2017; 271 Seiten; ISBN 978-3-95972-027-4; 24,99 Euro

Der Titel ist nicht ganz passend, handelt es sich doch nicht um eine aktive Vertreibung von Menschen, sondern eine „Flucht aus dem Paradies“ hinein „Steueroasen“, wo Geld prächtig gedeihen und sich vermehren kann. Nur „kleine Leute“ zahlen Steuern, das „große Geld“ ist scheu wie ein Reh und sucht sich gute Verstecke. Dies ist kein deutsches, sondern ein weltweites Phänomen, das selbst von Weltmächten genutzt wird, indem sie selbst Oasen anlegen, um steuerpflichtiges Geld anzulocken und ihm eine „ neue Heimat“ …

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03rdMai

Gleichgewichtsmodelle versagen vor der Komplexität der Realität

Komplexität ist nicht erst in der modernen Welt allgegenwärtig. Komplexe Systeme hat es seit Urzeiten gegeben. Aber komplex ist nicht nur die Dynamik natürlicher Prozesse. Auch der Mensch selbst ist ein komplexes Gebilde und in seinem Verhalten nur bedingt einschätzbar und berechenbar. Komplexe Systeme sind natürlich, menschengemacht oder eine Kombination aus beidem. Der Aktienmarkt ist ein von Menschen gemachtes komplexes System. Dagegen ist das Wetter in allen seinen Erscheinungsformen ein natürliches komplexes System. Seine exakte Vorhersage ist unmöglich. Doch selbst …

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12thApril

„Die Wetterklempner“ – Gibt es bald Wetter auf Wunsch?

Zunächst wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest und das völlig unabhängig vom Wetter, denn dieses entzieht sich unserer Einflussnahme. Es hilft auch nicht so zu tun, als ob es, wie der Begriff „Wetterklempner“ nahelegt, mit ein paar Handgriffen am Thermostat so gemaßregelt werden könnte, wie wir es wünschen. In der Atmosphäre gibt es keine Schrauben, an den man drehen, keine Rohre, die man verlegen könnte und keine Düsen, aus denen man es beliebig regnen lassen könnte.   Ist jetzt die große Stunde …

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20thMärz

Radkau, Joachim: „Geschichte der Zukunft“ oder besser „Geschichte gescheiterter Zukunftsprojektionen und -visionen“

Geschichtsschreibung ist eine subjektive Wissenschaft, auch wenn immer wieder der Anschein von Objektivität vorgegeben wird. Selbst bei gleichen Quellen kommt es immer wieder zu verschiedenen Interpretationen der Geschehnisse, je nach dem persönlichen Wertungs-Koordinatensystem. Subjektive Urteile sind besonders bei zeitgeschichtlichen Betrachtungen und Schilderungen der Fall. Wer die Achtundsechziger-Bewegung wie deren konkrete Folgen beschreibt, aber dabei die eminent wichtige, ja tragende Rolle der „Frankfurter Schule“ wie des „Neomarxismus“ und deren Einfluss auf die linke „Studentenrevolte“ an den Hochschulen völlig außeracht lässt, dem …

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07thMärz

Treibhaus > Erderwärmung > Klimakatastrophe > Klimaschutz > Dekarbonisierung > Genozid

Es ist ein modernes politisches wie wissenschaftliches Märchen, die These von der Erde als „Treibhaus“. Es besagt, dass die „Gegenstrahlung“ der über die Verbrennung fossiler Energien in die Atmosphäre emittierten „Treibhausgase“ eine „Erderwärmung“ erzeugt wird und zu einer globalen „Klimakatastrophe“ führt. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, wie sich die Erde mit der von ihr selbst emittierten Strahlung erwärmen kann, wenn nur Bruchteile von ihr an sie zurückkommen und der Großteil durch das „stets offene atmosphärische Strahlungsfenster entweicht? Wenn …

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07thFebruar

Mit Deindustrialisierung und Dekarbonisierung zum Klimaschutz?

Seit gut 30 Jahren geistert sie um die Welt, die Ideologie vom Klimaschutz, seit Physiker die drohende „Klimakatastrophe“ entdeckt und die vermeintliche Ursache, die Emission von “Treibhausgasen“, gefunden zu haben glauben. Eine Ideologie ist, nach dem Motto von Harald Lesch „Ich gestalte die Welt nach meiner Vorstellung“, ein künstlich geschaffenes und in sich geschlossenes Weltgebäude, ein Denksystem, das auf ganz bestimmten, aber nicht beweisbaren Prämissen beruht. Der nicht beweisbare und auf einem hypothetischen „Strahlungsgleichgewicht“ zwischen Sonne und Erde beruhende „Treibhauseffekt“ …

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23thJanuar

Der WBGU und die Bewältigung der globalen Klimakrise

Beitrag zur deutschen G20-Präsidentschaft 2017   Zu Beginn der deutschen Präsidentschaft über die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) publizierte der 1992 in Verbindung mit dem „Erdgipfel“ von Rio de Janeiro/Brasilien gegründete Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) ein Sondergutachten: „Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I“. Dessen Vorsitzender Hans Joachim Schellnhuber umriss den Inhalt in den Fränkischen Nachrichten vom 13. Januar 2017 kurz wie folgt:   „Wir müssen bis 2050 die Welt weitgehend dekarbonisieren. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung muss …

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30thDezember

Ruhmloser Abgesang auf den Steinkohlebergbau

In der „kohlepolitischen Verständigung“ von 2007 wurde anhand der desolaten Lage der Eisen- und Stahlindustrie beschlossen, nach dem Jahr 2018 keine heimische Steinkohle mehr zu fördern. Dies fand damals den Beifall derer, die das „postindustrielle“ Zeitalter herbeisehnten. „Zuverlässig im Wandel“, so ist der Titel des Jahresberichts 2016 des Gesamtverbandes Steinkohle. Nun jubeln die, deren Schlagwort „Dekarbonisierung“ lautet. Zur „Gestaltung eines würdigen Abschieds“ haben die RAG-Aktiengesellschaft und RAG-Stiftung das Projekt „Glückauf Zukunft“ gestartet, um das Ruhrgebiet zur „Klimaschutz-Modellregion“ zu machen. Gedacht …

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19thDezember

Klimawandel: „Dann wird es Hamburg nicht mehr geben“

Eigentlich sollen wir entspannen, zur Ruhe kommen, uns besinnen, woher wir kommen und wohin wir gehen und uns allen das Gute wünschen. Doch wie sollen wir unsere Gedanken ordnen, wenn immer wieder apokalyptisches Störfeuer entfacht wird? Meist ist es der SPIEGEL, der als unkritisches Nachrichtenmagazin für Unheilmeldungen ge- und zugleich missbraucht wird.   Am 17. 12. 2016 um 15:28 Uhr gab der SPIEGEL unter obiger Überschrift die Warnung heraus „Hamburg in Gefahr“! Anders als im August 1986, als der Kölner Dom „unter …

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15thDezember

Buchbesprechung: Siemens, Werner von: Lebenserinnerungen; Finanzbuchverlag; München 2017; 320 Seiten; ISBN 978-3-95972-001-1; 9,99 €

Es war keine Garage, es war eine Gefängniszelle, in der Werner Siemens sein erstes Versuchslabor errichtete, um später zu einem der größten Erfinder und bedeutendsten Industriellen des Deutschen Kaiserreichs zu werden. Seine zum 200. Geburtstag am 13. Dezember 1816 herausgegebenen Lebenserinnerungen sind äußerst lesenswert und in vielerlei Hinsicht lehrreich, auch was die Motivation seines Handelns betrifft.   Werner Siemens wurde in Lenthe bei Hannover geboren, wo sein Vater ein „Obergut“ gepachtet hatte. Doch „die englischen Prinzen, die damals in Hannover Hof hielten, …

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