Zum Märchen von der Erde als Treibhaus
Mit der Französischen Revolution 1789 wurde die „Gleichheit“ neben der „Freiheit“ und der „Brüderlichkeit“ in den Rang eines politischen Ziels erhoben. Doch nichts auf der Erde ist „gleich“ und kann „gleichgemacht“ werden. Daher stellen wir unentwegt Vergleiche an. Wir vergleichen Menschen, Pflanzen, Tiere nach Aussehen, Charakter, Können, Nützlichkeit und Verhalten. Wir vergleichen Landschaften, politische Systeme, Städte, Autos,… . Wir ziehen statthafte wie unstatthafte Vergleiche und kommen zu teils vernünftigen teils völlig unvernünftigen Analogieschlüssen.
Ist der Vergleich der Erde mit einem Treibhaus statthaft oder unsinnig? Ein Treibhaus ist ein Gewächshaus, in dem Pflanzen aufgezogen, gezüchtet und vor dem Wetter geschützt werden sollen. Gewächshäuser zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine feste Umhüllung aus Glas oder Plastikfolie haben. Die Umhüllung muss für das Sonnenlicht durchlässig sein, weil nur bei Sonnenlicht die Photosynthese funktioniert und Pflanzen wachsen können. Die Umhüllung muss luftdicht und windundurchlässig sein, damit die im Gewächshaus erwärmte Luft nicht entweichen kann und nachts die Pflanzen vor schneller Unterkühlung, ja Frost geschützt werden. Diese Gefahr ist besonders zur Zeit der „Eisheiligen“ groß. Ist trockene Polarluft eingeflossen und klart nachts der Himmel auf, dann entweicht die Wärmestrahlung durch das „stets offene atmosphärische Strahlungsfenster“ rasch in das Weltall, die Pflanzen unterkühlen und die jungen Triebe und Blüten erfrieren. Die Schutzwirkung kann nur erzielt werden, wenn ein geschlossener Raum geschaffen wird.
Gewächshäuser werden also gebaut, weil die Erde kein Treibhaus, von keinerlei Glas- oder Plastikhülle umgeben ist. Die Atmosphäre ist eine bewegliche Gashülle, die Luftmassen unterschiedlichsten Charakters transportiert und für Strahlung weitestgehend durchlässig, durchsichtig ist. Dies gilt für das sichtbare Sonnenlicht wie die unsichtbare, infrarote Wärme-Strahlung der Erde. Unter freiem Himmel kann eine Gewächshauswirkung nicht erzielt werden. Luft wird horizontal vom Winde verweht oder steigt bei Erwärmung am Boden thermisch auf. Die Erde mit einem Treibhaus zu vergleichen ist nicht statthaft, physikalisch nicht erlaubt und damit zutiefst unwissenschaftlich. Eine bewegliche Gashülle ist keine starre Glashülle!
All dies leuchtet jedem Menschen sofort ein. Nie würde sich ein Mensch nachts bei klarem Himmel zur Zeit der „Eisheiligen“ ins Freie auf die grüne Wiese legen, um sich von der „Gegenstrahlung“ erwärmen zu lassen. Dennoch glaubt dieser Mensch -trotz gegenteiliger Erfahrung- an die These von Klimaexperten, die Erde sei ein „Treibhaus“. Dieses schizophren zu nennende Verhalten ist auf die Autorität der Wissenschaftler zurückzuführen. Ihrem Wissen ordnet man sich unter, trotz gegenteiliger Erfahrung, zumal die Wissenschaft mit „Globalwerten“ argumentiert und operiert, die einem normalen Sterblichen nicht zugänglich sind. Der Einzelne kapituliert vollends, wenn die wissenschaftliche Meinung als Konsens-Meinung eines großen Gremiums, wie des IPCC-Schiedsgerichts deklariert wird. Auch ist er gegen die geballte Macht der über die Medien verbreiteten und als „öffentliche Meinung“ verkauften „Treibhaushypothese“ argumentativ machtlos, wenn er nicht gerade fachlich geschult ist und die notwendige Zivilcourage besitzt, auch dem Zeitgeist die Stirn zu bieten und gegen den Strom zu schwimmen..
Der „Treibhauseffekt“ wird zudem als „natürlich“ angepriesen und als „lebensnotwendig“ hingestellt, weil ohne ihn die Erde mit einer „Globaltemperatur“ von -18° C einem „Eishaus“ gliche und Leben nicht möglich wäre. Soll man einen „Effekt“ infrage stellen, der so viel Gutes bewirkt und die Erde auf angenehme +15° C aufheizt? Dies kann man vom Volke nicht erwarten, aber Naturwissenschaftler sollten sich so schnell nicht ins Bockshorn jagen lassen. Der angeblich „natürliche Treibhauseffekt“ ist an Unnatürlichkeit nicht zu überbieten. Dies hat bereits im Jahre 1666 Sir Isaac Newton experimentell nachgewiesen und sogar in eine Gleichung gekleidet, das „Newtonsche Abkühlungsgesetz“. Es besagt, dass sich ausnahmslos jeder Körper, dessen Temperatur über der der Umgebung liegt, abkühlt.
Hätte die Erde keine Lufthülle, dann würde sie Wärme allein durch Strahlung verlieren. Mit Lufthülle verliert die Erde zusätzlich Wärme durch Leitung und durch Konvektion, durch thermischen Auftrieb infolge des Archimedischen Prinzips. Warme Luft steigt auf, dehnt sich aus, kühlt sich ab und bei Erreichen des Taupunktes setzt Kondensation ein, bilden sich Haufen- oder Kumuluswolken. Eine Erde mit Lufthülle kühlt sich schneller ab, als eine Erde ohne Atmosphäre. Den „natürlichen Treibhauseffekt“ gibt es nicht. Er ist ein Betrug, eine Lüge! Dies hat 1888 bereits der Physiker Josef Stefan experimentell nachgewiesen. Auf ihn geht das Stefan-Boltzmann-Gesetz zurück. Man merke sich als Faustformel: Die Wärmestrahlung eines Körpers steigt oder fällt mit der 4. Potenz der absoluten Temperatur (°Celsius + 273). Deswegen kühlt glühende Lava so schnell ab und wird schwarz, kühlen die glühenden Herdplatten zuerst sehr schnell und dann immer langsamer ab! Auch wenn sie optisch „schwarz“ sind, kann man sich noch bei Berührung die Finger verbrennen.
Für den „natürlichen Treibhauseffekt“ gibt es keinerlei Beweis. Schlimmer: er ist physikalisch unmöglich! Er ist ein reines Rechenkonstrukt, gewonnen unter völlig unnatürlichen Annahmen. Wie unmöglich diese sind, das lässt sich in dem ersten Bericht der Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ vom 2. 11. 1988 nachlesen! Der fiese Trick ist, dass man bei der Sonneneinstrahlung die Erde als „Scheibe“ ansieht, die Ausstrahlung aber über die Kugel mit der vierfachen Oberfläche erfolgen lässt. Heimlich unterschlägt man 50 % der Sonnenenergie. Es wird von der Sonne aber immer eine Halbkugel beschienen, also die doppelte Kreisfläche. Mit dem Scheibe-Kugel-Trick wird eine „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ von -18° C ausgerechnet, um dann den völlig unnatürlichen Treibhauseffekt als „warmen Segen“ zu verkaufen. Dann beginnt das Übel: Jedes zusätzlich „anthropogen“ emittierte CO2-Molekül ist schädlich, heizt den Planeten auf und führt uns zwangsläufig in die Klimakatastrophe.
Was ist als Lehre daraus zu ziehen? Expertenaussagen, auch wenn sich die auf eine „Große Zahl“ berufen, bleiben nichts als fragwürdige Hypothesen, solange sie jedweder Erfahrung und Beobachtung widersprechen und zudem experimentell nicht bestätigt werden können. Welche „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ ergäbe sich ohne den Scheibe-Kugel-Trick? Sie betrüge +30° C und würde den „natürlichen Treibhauseffekt“ von +33° in sein Gegenteil von -15° C verkehren. Auch ohne diese Korrektur bleibt das ganze Rechenverfahren eine reine Spielerei, denn die angebliche „Globaltemperatur“ gibt es nicht, bestenfalls als Spielwert.
Welche Konsequenz soll die Politik daraus ziehen? Sie soll von den Klimaexperten sofort einen experimentellen Nachweis des angeblich „natürlichen Treibhauseffektes“ verlangen. Kann dieser nicht erbracht werden, dann sollen, ja müssen alle Forschungsgelder sofort gestrichen werden. Aller „Klimaschutz“ scheitert ohnehin daran, dass das Wetter, von dem „Klima“ statistisch abgeleitet ist, nicht geschützt werden kann.
Oppenheim, den 19. Juli 2010
Dr. Wolfgang Thüne
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