Kopenhagen und noch kein bisschen weise

15 000 Delegierte und Staatsmänner bereiten sich auf die Stürmung des 15. Klimagipfels vor, um endlich von ihm aus die Welt vor dem Klimakollaps zu retten. Welcher Teufel lockte sie, welcher treibt sie an? Auch aus der Gipfelperspektive werden sie die Klimakrise nicht zu sehen bekommen. Hätten sie das neueste Buch von Al Gore gelesen, sie hätten zumindest eine Ahnung, wonach sie suchen müssten, nach einem „verkleideten abstrakten Gespenst“. Einen Hinweis auf die Art der Verkleidung hat Al Gore allerdings nicht gegeben.

Ist nun der Klimagipfel ein Witz, wird er ein Flop? Ist er ein lustiges Happening mit verantwortungsloser Ressourcenverschwendung? Diese Frage müssen die Beteiligten vor ihrem Gewissen beantworten. Doch was auch passiert, eines lässt sich vorab mit absoluter Gewissheit prognostizieren: am Wetter wird sich nichts ändern, weder in den 192 Staaten noch über den riesigen Ozeanflächen. 15 000 kluge Köpfe werden 14 Tage ihre klugen Köpfe zermartern über das „abstrakte Gespenst“ Klima, werden in den wohl klimatisierten Räumen des ‚Bella Center’ heiß über dessen Verhalten debattieren, werden alle möglichen Gefahren heraufbeschwören, aber am Thema vorbeireden. Das Klima ist ein Luftschloss, aber es hat ein Fundament und das heißt Wetter. Natürlich kann man vom hohen Klimaross herab große Töne spucken, aber man muss kein Prophet und keine der „grünen Eminenzen“ sein, um mit absoluter Gewissheit festzustellen: am Wetter wird sich nirgends auf der Welt etwas ändern.

Die Wettergötter werden dem ängstlichen Klimagezeter amüsiert zuhören, aber weiter das tun, was sie seit Millionen von Jahren tun. Sie werden dem Menschen Rätsel aufgeben, die zu lösen er nicht imstande ist. Dem Wetter hat der Mensch energetisch nichts entgegenzusetzen, um es zu beeinflussen. Es wird angetrieben von der Sonnenenergie. Das Wetter bestimmt, wann wo wie stark der Wind weht. Das Wetter bestimmt, welche Wolken am Himmel sind und wann wo wie viel es regnet. Das Wetter bestimmt, wie warm oder kalt es ist. Das Wetter bestimmt die Zahl der Sonnenscheinstunden. Das Wetter bestimmt das Wachstum der Pflanzen und Bäume, auch unsere Laune.

Doch den ganzen Ärger und Frust über das selbstgefällige und ungehorsame Verhalten des Wetters verdrängt man in „Hopenhagen“. Stattdessen erhebt sich die gläubige Gemeinde an Klimaschützern gottgefällig über die Erde, umgibt sich mit dem Glanz des Schöpfers des „Himmels und der Erde“, um das Globalklima auf den Weg der Tugend zu führen, in die 2-Grad-Schranken zu weisen. Dabei wäre den fast 7 Milliarden Erdenbewohnern schon sehr geholfen, wenn die Wettervorhersagen nur etwas besser würden und deren Verfallsdatum um einige Tage hinausgeschoben würde. Doch die Realität wird in Kopenhagen ausgeblendet und der Welt ein virtuelles Klimaparadies vor Augen geführt mit einer „CO2-freien Atmosphäre“. Dass dies der Untergang der Schöpfung wäre, allein dieser Gedanke ist politisch unkorrekt und bei dem derzeitigen Meinungsklima unanständig.

Die Jagd nach dem statistischen Konstrukt Klima, diesem „abstrakten Gespenst“, das Spiel mit der Angst, hat so einen derart hohen medialen Unterhaltungswert und verspricht allen Beteiligten derart exorbitante Gewinne, dass die Vernunft zum Schweigen verurteilt ist. Doch wer zahlt am Ende die Zeche?“

Mit der Bitte um Veröffentlichung verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne, Diplom-Meteorologe, Oppenheim

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