Die Treibjagd auf das Gespenst „Klimakrise”

Es ist fast wie eine Ewigkeit, aber im Jahre 2007 ging der Osloer Friedennobelpreis an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und den UNO-Klimabeirat unter Leitung von Rajendra Paschauri. Beide hätte schon sehr früh „die Gefahren der globalen Klimaänderung“ erkannt und seien prädestiniert, die Klimakrise zu identifizieren und den globalen Klimakrieg noch abzuwenden.

Was ist seit der Zeit nun geschehen? Während der UNO-Weltklimarat unrühmliche Schlagzeilen infolge von Datenmanipulationen machte, präsentierte AL Gore vor dem Klimagipfel in Kopenhagen zumindest ein Buch „Wir haben die Wahl“. Das politische Kommunikationsgenie Al Gore legte in der Pose des Propheten zwar keine neuen Lösungsvorschläge der Klimakrise vor. Aber er vollbrachte die Leistung, dem „Feind“ ein Gesicht zu geben, damit wir ihn besser erkennen und bekämpfen können.

Wie sieht das Phantomfoto aus? Al Gore beschreibt die Klimakrise als „abstraktes Gespenst“, das sich zudem verkleidet habe und sich auf absehbare Zeit zudem nicht zu erkennen gebe. Wir wissen also nicht, welche „Verkleidung“ das Gespenst momentan gewählt habe. Womöglich tarnt es sich derzeit als „Väterchen Frost“ und lässt uns vor Kälte bibbern. Aber auch das kann zur Erhitzung der Gemüter beitragen.

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