Die Christenheit und die Bannkraft der globalen Klimareligion
Die Christen in aller Welt bereiten sich auf Weihnachten, das Fest der Menschwerdung von Gottes Sohn vor. Nach dem Evangelisten Johannes ist Jesus Christus „das Licht, das in der Finsternis leuchtet“. Nie können Menschen aus eigener Kraft „Licht der Welt“ sein, bestenfalls „Zeugen des wahren Lichts“, denn „er ist das Licht, das in die Welt, in sein Eigentum kam“. Dieses Licht soll die Nebel der Unwissenheit verscheuchen und uns aus der Finsternis befreien. Zu Weihnachten passt auch, was die Engel von Bethlehem sangen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.“
Das Evangelium der Heiligen Nacht (Joh 1,1 ff) beginnt mit den Sätzen: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott.“ Dieses Wort ist in die Zeit gekommen und hat Himmel und Erde erneut verbunden, die Menschen wieder mit Gott versöhnt. „Durch das Wort ist alles geworden, und nichts, was geworden, ward ohne das Wort.“ Die ganze Schöpfung hat ihren Ursprung und ihren Sinn in der Ewigkeit des Wortes. In der stillen, der Heiligen Nacht singen wir: „Friede und Freud wird uns verkündet heut“, „Jesus der Retter ist da“ und „Seht, unser König kommt; er bringt seinem Volk den Frieden“. Das Lied „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder“ ist Aufforderung, einander in Liebe zu begegnen, denn erst wahre und wahrhaftige Zuneigung ist das Fundament für den Frieden. Damit wir nicht Hunger leiden, bekennen wir: „Er ströme wie Regen herab auf die Felder, wie Regenschauer, die die Erde benetzen.“
Wer das „Wort“ bezweifelt, bezweifelt die Schöpfung und mit ihr den Schöpfer. Das Wort ist das Fundament für das wunderbare Lied: „Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit“ und „Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum.“ Hieraus erwuchs der Lobgesang, Sonne und Mond, Feuer und Sommersglut, Kälte und Winter, Tau und Regen, Blitze und Wolken, Nächte und Tage, Licht und Dunkel, … „preiset den Herrn“.
Der Glauben an den Schöpfer und die Schöpfung offenbart sich in den Lied: „Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören; lenke Sinnen und Begier hin zu deinen Himmelslehren, dass die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden.“ Die zweite Strophe bekennt: „Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, tun und dichten musst du selbst in uns verrichten.“ Wir Christen glauben an die Schöpfungsgeschichte: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Reich schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis, und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.“ Mit diesen Worten beginnt die Bibel, das wichtigste Dokument der christlichen Kirchen.
Diese Schöpfungsgeschichte wird in der modernen aufgeklärten Welt als überholt, ja erwiesenermaßen als wissenschaftlich unhaltbar angesehen. Doch was wird als Alternative angeboten? Der „Urknall“ und sonst nichts! Die weitere Entwicklung wird ganz dem Zufallsprinzip überlassen. Die auf Charles Darwin zurückgehende „Evolutionstheorie“ sei nur erwähnt. Die Frage ist, kann ein Geschöpf die Schöpfung verstehen? Betrachten wir hierzu die Hypothese von der drohenden Klimakatastrophe, die auf der Hypothese aufbaut, es gäbe einen „natürlichen Treibhauseffekt“ von 33 Grad. Erst dieser solle Leben auf der mit -18 Grad Celsius eiskalten Erde ermöglichen. Stimmt diese Hypothese, die vom Weltklimarat zum Dogma erhoben wurde, auch von den meisten Klimaskeptikern geglaubt wie nachgebetet wird und als Doktrin der Klimapolitik der Vereinten Nationen zugrunde liegt. Hat das Geschöpf recht oder hat der Schöpfer etwas falsch gemacht? Wenn die Treibhaushypothese falsch ist, dann ist der neuen globalen Öko- oder Klimareligion der Boden unter den Füßen abhanden gekommen.
Gehen wir ganz analytisch und sachlich vor. In der Schöpfungsgeschichte steht, dass Gott das Licht von der Finsternis schied und das Licht Tag und die Finsternis Nacht nannte. Das Licht ist eindeutig die Sonne und der permanente Wechsel von Tag und Nacht bringt zum Ausdruck, dass die Erde Kugelgestalt haben muss. Dort, wo die Sonne senkrecht über der Erde steht, wechseln im 12-Stunden-Rhythmus Tag und Nacht einander ab. Es wird von der rotierenden Erdkugel immer gleichzeitig die Hälfte, eine Halbkugel, beleuchtet. Es findet sich in der Schöpfungsgeschichte nicht der geringste Hinweis, dass die Erde eine Scheibe, eine Kreisfläche, wäre. Die Kugelgestalt der Erde und ihre Rotation bewirken auch, dass sich ständig die Neigungswinkel der Sonnenstrahlen in Bezug zur Erdoberfläche wechseln, mithin die Erdoberfläche zwischen Äquator und Polen unterschiedlich stark erwärmt wird. Es entsteht auf ganz natürliche Weise ein Temperatur- und Druckgefälle zwischen den Polen und dem Äquator. Die Luft wird in Bewegung gesetzt und verursacht über die Allgemeine Zirkulation das globale Wettergeschehen. Sein Variationsreichtum bewirkt die Vielfalt an Lebensformen, die Biodiversität der Erde.
Wie gehen nun die Klimaexperten vor? Wie erklären sie, dass im Grunde die Schöpfung zu keinem Leben auf der Erde geführt hätte, weil die Kraft des Lichts unzureichend gewesen sei? Wie sieht ihre Berechnungsmethode aus? Die Klimaexperten akzeptieren, dass die einzige Lichtquelle für die Erde die Sonne ist und alles Leben von deren eingestrahlter Energie abhängt. Sodann postulieren sie ein „Strahlungsgleichgewicht“ zwischen Sonne und Erde. Schon das allein widerspricht jeglicher Realität. Dann erklären sie, dass die Sonnenstrahlung auf die Querschnittsfläche der Erde falle. Gedanklich wird die Erde aufgeschnitten und präsentiert der Sonne eine Kreisfläche, eine Scheibe mit der Fläche π·r2. Die Intensität der Sonnenstrahlung betrage an der Obergrenze der Atmosphäre 1368 Watt pro m2. Nach Abzug eines Albedo-Anteils von 30 Prozent fallen auf den Querschnitt der Erde 960 W/m2. Das ist die von der Sonne eingestrahlte und von der Erde absorbierte Energie. Diese werde nun wieder zur Sonne zurückgestrahlt. Dabei fällt den Klimaexperten ein, dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist, mithin eine Oberfläche von 4 π·r2 hat, die dem Vierfachen der Kreisfläche entspricht. Um logisch zu erscheinen, verteilen sie die Energie der Sonne über die Erdkugel, indem sie die 960 W/m2 durch 4 teilen. Das Ergebnis ist 240 W/m2. Es ist rechnerisch korrekt, aber physikalisch völlig abwegig! Mit diesem Strahlungs-Wert gehen sie in das Stefan-Boltzmann-Gesetz und errechnen einen Wert von -18 Grad Celsius als „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ für die Erde. Die päpstliche Akademie der Wissenschaft hat sicher den Sachverstand, um dies nachzurechnen und zu überprüfen. Dies hätte auch jeder Bundestagsabgeordnete tun können, denn das Gesagte steht schon im ersten Bericht der Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre vom 2. November 1988.
Wäre das Produkt der Schöpfung eine einer Eiseskugel entsprechende Erde gewesen, Gott hätte bestimmt nicht sein Werk als gut gelungen angesehen. Auf eisigem Boden hätte er kein blühendes Paradies erschaffen können, in dessen Überfülle er später den Mensch gesetzt hat. Doch der Mensch war des Paradieses nicht würdig, er wollte selbst Gott auf Erden sein und aß vom „Baum der Erkenntnis“. Er wurde des Paradieses verwiesen mit der Maßgabe, den „Garten Eden“ zu hegen und zu pflegen und im Schweiße seines Angesichts sein Brot zu essen. Um „Himmel und Erde“ zu vereinen, schickte Gott seinen eingeborenen Sohn und ließ ihn Mensch werden, um die Menschen zu erlösen. Doch der Mensch ist mit der Schöpfung nicht zufrieden, er will weiter selbst Schöpfer sein, ohne als Geschöpf die Geheimnisse der Schöpfung auch nur ansatzweise zu verstehen.
Die Klimaexperten bräuchten sich nur einmal ein Bild der Erde aus der Perspektive eines geostationären Satelliten anzusehen. Da erscheint die Erde als Kreis, doch die Kreisfläche umfasst immer eine Halbkugel der Erde, d. h. 180 Grad des Erdumfangs. Macht man dasselbe Rechenspiel, Tag und Nacht aufzuheben durch Teilung der 960 W/m2 durch 2, dann erhält man 480 W/m2 als Strahlungsleistung der Sonne. Mit Stefan-Boltzmann ergibt sich eine Mitteltemperatur von +30 Grad Celsius. Das kommt der Realität schon näher, denn zumindest entlang des Äquators betragen die Temperaturen etwa 30 Grad Celsius. Doch die Klimaexperten sind von einem Gleichheitswahn befallen und operieren nur mit fiktiven Globalwerten, die keinerlei Wert haben für die Natur. Sie träumen gar in ihren Visionen von einer „globalen Klimagerechtigkeit“. Doch für dieses Weltbild müsste die Erde eine platte, homogene Scheibe sein, wo überall die Sonnenstrahlen senkrecht einfallen können.
Derart ideologisch einseitig ausgerichtet, kann menschliches Wissen mit Finsternis umhüllt sein, weil es nicht von Gottes Licht erfüllt wird. Jeder Mensch kann leicht nachvollziehen, dass der ganze Rechenvorgang, bei dem durch menschliche Allmachtgelüste Tag und Nacht weggemittelt werden und zudem die Erde als Scheibe angesehen wird, unsinnig ist. Die -18 Grad sind ein künstlich gebastelter Phantasiewert. Der ihn umhüllende wissenschaftliche Mantel erweist sich bei näherem Hinsehen als die „Kaisers neue Kleider“.
Damit fehlt dem darauf konstruierten „ Treibhaus“ das Fundament; es ist ein gedankliches Luftschloss. Nachdem sich der Boden des „Treibhauses“ als virtuelles Phantasieprodukt herausgestellt hat, stellt sich die Frage: Wie sieht das Dach aus? Die Berechnung der „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ von -18°C erfolgte für die unbestimmte Obergrenze der Atmosphäre. Nun entfernen die Klimaexperten die Atmosphäre, deklarieren die -18°C als Oberflächentemperatur und bauen in 6 Kilometer Höhe als Dach für ihr „Treibhaus“ eine virtuelle Spiegelschicht ein, an der die von der Erde abgestrahlte Wärme reflektiert oder zurückgestrahlt wird, um die Globaltemperatur von +15°C zu erzeugen. Die Differenz von plus 33 Grad erklären sie zum „natürlichen Treibhauseffekt“ und erheben ihn zur Naturkonstanten. Dabei ist er absolut unnatürlich, ein Hirngespinst! Doch wie soll er zustande kommen, wenn am Boden -18°C (fiktiv) und an der Spiegelschicht, wo sich die „Treibhausgase“ sammeln und konzentrieren sollen, ebenso -18°C (real) herrschen? Da dies unerklärbar ist, wird der „natürliche Treibhauseffekt“ zum Dogma erhoben, das nicht weiter hinterfragt werden darf. Wer der ersten Milchmädchenrechnung Glauben schenkt, fragt gar nicht mehr, woher die wundersame Temperaturerhöhung kommt. So arbeiten Ideologen, so wird aus Physik Metaphysik! Jede Erhöhung der „Treibhausgase“ schädige das natürliche vorindustrielle „Wetter- und Klimagleichgewicht“ und müsse daher kategorisch unterbunden werden. Hieraus bastelte die internationale Öko-Bewegung die Parole „Klimaschutz ist Schöpfungsschutz“. Der Vatikan hat ihr nicht widersprochen und sowohl bei der 15. Weltklimakonferenz in Kopenhagen als auch bei der 16. in Cancún das Ziel akzeptiert, den Anstieg der Globaltemperatur auf 2 Grad gegenüber „vorindustriellen“ Zeiten zu begrenzen. Ist das die Zeit vor 500, 1000, 10000 oder mehr Jahren, denn Jeder weiß, dass die Temperaturen auf der Erde noch niemals konstant waren und erheblichen Schwankungen ausgesetzt waren, auch ohne den Menschen.
Verweilen wir kurz bei den Begriffen „Bewahrung der Schöpfung“ und „Schutz der Schöpfung. Die „Schöpfungsbewahrer“ berufen sich auf 1. Mose 2, 15. Danach hat Adam von Gott den Auftrag erhalten, speziell den „Garten Eden“ zu bebauen und zu bewahren. Bewahren sagt nichts anderes als nachhaltig zu wirtschaften. Es war Gott, der den Gedanken der Nachhaltigkeit in die Welt setzte, nicht die grüne Bewegung, die sich zur Rettung der Welt berufen fühlt und die Weltherrschaft anstrebt. Wäre die Agrikultur nicht von Beginn an Nachhaltigkeit begründet worden, die Böden wären längst unfruchtbar. Was die Parole „Schöpfungsschutz“ betrifft, so ist sie eine ungeheuerliche Anmaßung eines selbstherrlichen, dem Machbarkeitswahn verfallenen und sich völlig autonom dünkenden Menschen. Es ist eine Beleidigung des Schöpfers, sich auf eine Stufe neben ihn stellen zu wollen und sich zum „Schützer der Schöpfung“ aufzuschwingen. Der Mensch ist eine Kreatur, die zwar mit Verstand ausgestattet wurde, aber ganz in die Natur verhaftet ist. Jeder Mensch ist ein rasch vergängliches Wesen, doch Gott lebt ewig!
Jedenfalls ist die Parole „Klimaschutz ist Schöpfungsschutz“ eine Verhöhnung und keine Verherrlichung der Schöpfung. Es ist eine Kampfansage an alle Religionen nach der Devise „Gott ist tot“, der Mensch braucht ihn nicht zum seinem Glück. Dafür sorgt die Politik! Sie beruft sich auf die Wissenschaft, die sich wiederum auf die Wahrheit beruft und vorgibt, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Doch was weiß die Wissenschaft? Von den Ursachen des Klimawandels offensichtlich nichts. Das Geheimnis liegt nämlich im Wandel des Wetters. Die Religionen seien überflüssig, das wissenschaftliche Zeitalter habe begonnen. Nun haben die Fronten sich verdreht, indem die Klimaexperten uns Christen nötigen, an wissenschaftliche Erkenntnisse zu glauben, die mit Wissenschaft nichts mehr zu tun haben. Soweit ist die Ideologisierung der gesellschaftlich relevanten Wissenschaften schon gediehen. Und gesellschaftlich relevant ist die Klimawissenschaft allemal, schaut man sich nur die vielfältigen Konsequenzen auf unser Leben an. Das traurige ist, dass sich bei dem unsinnigen Vorhaben „Schutz des Globalklimas“ der Vatikanstaat als einer der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen ohne Widerspruch beteiligte.
Geht man zurück zum Evangelium der Heiligen Nacht, so ergeben sich drei fundamentale sprachphilosophische Erkenntnisse: 1. Sprache ist Schöpfung. 2. Sprache ist Souveränität. 3. Sprache ist Chefsache. Wer die Sprachhoheit abgibt, macht sich zum Untertan. Das Johannesevangelium ist eine unübertroffene Huldigung an die Sprache. Nie vorher, nie nachher hat ein Mensch die Macht der Sprache so dramatisch, so endgültig, so unumstößlich, so authentisch dokumentiert: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott. Alle Dinge sind durch das Wort gemacht, und ohne das Wort ist nichts gemacht, was gemacht ist.“
Griechisch ist die erste Sprache der christlichen Kirche. Erst später stieg das Latein zur wichtigsten Sprache der katholischen Christenheit auf. Griechischen Ursprungs ist auch das Wort Klima. In seiner Urbedeutung heißt es Neigung, Abgrund! Und so wird es auch von unserem Unterbewusstsein verstanden. Weil wir Angst vor Neigungskatastrophen haben, akzeptieren wir unkritisch die Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe. Wir reagieren gefühlsbetont und denken nicht darüber nach, dass „Klima“ plötzlich etwas anderes bedeutet, nämlich das über einen längeren Zeitraum beobachtete und zu einer Maßzahl, meist die Mitteltemperatur, zusammengefasste Wetter. Während der 30 Jahre, die man das Wetter beobachten und messen muss, um dann Klimawerte zu ermitteln, muss man vor dem Wetter und seinen Kapriolen auf der Hut sein, aber von dem posthum errechneten Mittelwert Klima geht keinerlei Gefahr aus. Klima ist eine Abstraktion, es ist kein lebendes Subjekt, das wir beeinflussen könnten, das uns bedrohen könnte. Was wirklich „lebt“, ist das Wetter. Doch dies nach unseren Wünschen zu gestalten, liegt nicht in des Menschen Hand.
Was kann der einzelne Christ, das „verlorene Schaf“ tun, wie soll es agieren, wenn die Hirten sich in Schweigen hüllen? Zu viele Hirten haben sich dem Druck des „Zeitgeistes“ gebeugt und sich der neuen Klima- oder Öko-Religion angepasst, statt mutig Widerstand zu leisten. Ohne Überlegung sprechen sie die Parolen einfach nach, anstatt dem Rat des Philosophen Hegel zu folgen, der bei allem Tun mahnte, am Anfang nicht die Arbeit am Begriff zu versäumen. Wer das Wort hat, hat die Macht. Worte können auch sehr scharfe, mitunter tödliche Waffen sein. Nutzen wir Weihnachten und bitten Gott, dass er uns Menschen neben seinem Sohn auch allzeit „gute Hirten“ senden möge, die die Kraft des Heiligen Geistes empfangen haben, um den Versuchungen der Heile-Welt-Ideologien zu widerstehen.
Der Vatikan als weltlicher Staat und die Römisch-Katholische Kirche sollten sich umgehend aus der politisch und ideologisch motivierten „Klimaschutzbetriebsamkeit“ mit inzwischen 16 Klimagipfeln verabschieden, bevor beide von der Klima-Öko-Ersatzreligion ganz in die Untertänigkeit gezwungen werden, denn einmal eingegangene völkerrechtliche Verträge sind bindend. Wer die Worthoheit an seine Gegner übertragen hat, verliert auch die Deutungshoheit. Der Schöpfer war weitaus weiser und klüger als die Experten, die meinen, die Schöpfung abqualifizieren und lächerlich machen zu können. Oder ist die Kirche immer noch mit Hinweis auf den Namen Galileo Galilei sprachlos zu machen?
Oppenheim, den 15. Dezember 2010
Dr. phil. Wolfgang Thüne
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