„Freispruch für CO2“ – aus Ehrfurcht vor der Schöpfung

Auf der politischen Bühne breitet sich über alle Parteien hinweg eine neue Parole als Rettung vor der Klimakatastrophe aus, das Ziel „CO2-freies Deutschland“! Dieser Aussage, ihrer Herleitung wie den Folgen möchte ich mich widmen, klar und objektiv!

Die Parole „CO2-freies Deutschland“ stammt von Jochen Flasbarth. Hierauf will er seine ganze Arbeit konzentrieren, als neuer Präsident des Umweltbundesamtes. Übernommen wurde dieses Ziel von der Forschungsministerin Annette Schavan, deren Forderung, etwas vorsichtiger, die „CO2-freie Stadt“ ist. Auch das Wort von der „CO2-freien Gesellschaft“ macht bereits die Runde. Die Wirtschaft hatte ja schon vor längerer Zeit der Dekarbonisierung der Energieproduktion zugestimmt, während die Wissenschaft an der Sequestrierung des bei der Energieerzeugung durch fossile Rohstoffe emittierten CO2 mit staatlicher Milliardenhilfe forscht. Es herrscht also offensichtlich in der Führungsebene von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Einigkeit, dass die Klimakatastrophe nur noch durch die weitestgehende Eliminierung des CO2 aus der Atmosphäre abzuwenden und so das Zwei-Grad-Ziel bei der befürchteten Erderwärmung einzuhalten ist.

Wenn auch die Abwendung der Klimakatastrophe durch Senkung des „Fiebers der Erde“ ganz im Fordergrund zu stehen scheint, so möchte ich mich nicht an den Spekulationen um das Klima, das ja Ausdruck des „mittleren Wettergeschehens ist, in 50 oder 100 Jahren beteiligen. Dies geziemt sich für einen Meteorologen nicht, zumal er nicht einmal für eine Woche und mehr zuverlässig das Wetter vorhersagen kann. Ich kann nur wahrheitsgemäß warnen: Das Klima ist eine vom Wetter abgeleitete und keine das Wetter steuernde Größe. Exakt ist „Klima“ Ausdruck des „mittleren Wettergeschehens“ an einem Ort über eine 30jährige Periode. 30 Jahre müssen sorgfältig und lückenlos Wetterbeobachtungen angestellt werden, um daraus einen Klimawert zu berechnen. Klima ist nach internationaler Definition Folge und daher nie Ursache von Wetter. Klima ist ein Abstraktum und keine real erfahrbare und agierende Größe!

Das in allen Schulatlanten zu findende statische Abbild diverser Klimazonen ist Ausdruck der unendlichen dynamischen Wettervielfalt zwischen dem Äquator und den Polen. Will man also das Klima schützen, dann muss man erst die Fähigkeit besitzen, das Wetter zu schützen und es zu nötigen, sich an den Bedürfnissen und Wünschen des Menschen anzupassen. Dies ist eine Illusion und wird hoffentlich für immer ein utopischer Wunschtraum bleiben. Auf der Erde würde ein Klima von Mord und Totschlag herrschen, wenn es Mächten gelänge, das Wetter beliebig zu manipulieren und als Waffe einzusetzen.

Doch nun schnell wieder zurück zum Kohlenstoffdioxyd, dem Molekül mit der chemischen Formel CO2. Es sitzt seit vielen Jahrzehnten auf der Anklagebank und kann sich nicht selbst verteidigen, seine Unschuld beteuern und sich wehren. Daher möchte ich die Rolle des Pflichtverteidigers spielen, wenngleich Biologen und Botaniker berufener dazu wären.

Die Anklage lautet: CO2 ist ein Klimagas, ein Klimakiller, ja ein gefährliches Umweltgift, das bei zunehmender Konzentration in der Luft, zum Hitzetod der Erde, ja zum Weltuntergang in naher Zukunft führen könne. Um diese globale Gefahr noch abwenden zu können, wurde 1988 von den Vereinten Nationen der Weltklimarat IPCC ins Leben gerufen. In seinen letzten Gutachten aus dem Jahr 2007 gibt es der Erde noch eine Frist von 13 Jahren, bis 2020. Seit 1992 haben 15 Klimagipfeltreffen stattgefunden, um für die einzelnen Staaten völkerrechtlich verbindliche CO2-Reduktionsquoten festzulegen. Doch nicht ist bisher passiert, obgleich es doch so pressiert! Im Gegenteil, der Weltklimarat ist selbst wegen Datenfälschungen ins Gerede und in Bedrängnis gekommen. Die Staaten nehmen dies mit einer erstaunlichen Gelassenheit, die den Eindruck erweckt, sie glauben selbst nicht an die Prophetien vom nahenden Weltuntergang.

Die anstehenden und zu beantwortenden Kardinalfragen lauten: Was ist CO2? Welche Funktion spielt es im Naturhaushalt? Welche rolle spielt es bei der Temperatur im Speziellen wie beim Wetter in Allgemeinen? Was ist gefährlich an ihm? Ist es wirklich ein Umweltgift, ein Klimakiller? Dabei sind zwangsläufig auch die Fragen zu erörtern: Ist die Erde wirklich ein Treibhaus? Gibt es einen angeblich natürlichen Treibhauseffekt? Verdanken wir ihm unser Leben?

Als Pflichtverteidiger werde ich allgemein bekannte und jederzeit nachles- und nachprüfbare Fakten präsentieren. Das Urteil überlasse ich Ihnen, meine verehrten Damen und Herren, als Geschworene.

Kohlenstoffdioxyd ist ein unsichtbarer, farb- und geruchloser Luftbestandteil. Die trockene Luft (ohne Wasserdampf) besteht zu etwa 78 Prozent aus Stickstoff, zu knapp 21 Prozent aus Sauerstoff, zu 0,9 Prozent Argon, zu etwa 0,04 Prozent aus Kohlenstoffdioxyd (Kohlensäure) und anderen Spurenstoffen. Das Molekül CO2 besteht aus einem Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatomen. Es ist etwa anderthalbmal so schwer wie die Luft, tritt also konzentriert in Bodennähe auf.

Wie kommt das CO2 in die Luft? Es war in der Luft, bevor sich Leben auf der Erde entwickelte, insbesondere das pflanzliche. Nach gängiger Vorstellung war die Erde einmal ein „Feuerball“, ein einziger brodelnder Vulkan. Die Erde gab Unmengen an Wärme in das Weltall ab und kühlte sich ab, bis sich eine feste Erdkruste bildete. Diesen Vorgang kann man heute immer noch beobachten bei Vulkanausbrüchen. Es ist immer wieder erstaunlich anzusehen, wie schnell die die Hänge hinab fließende glühende Lava abkühlt, schwarz wird und zu Stein erhärtet. Dies geschah auch mit der Erde, bis irgendwann die Lufttemperatur sich 100° C, dem Siedepunkt des Wassers, näherte. Die Atmosphäre hatte etwa den siebenfachen Druck der heutigen und bestand zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser und zu 20 bis 30 Prozent aus Kohlendioxyd. Sauerstoff gab es in ihr noch nicht.

Nach heutiger Diktion hatten wir eine reine, hundertprozentige Treibhausatmosphäre. Es hätte unter dieser Treibhausglocke eine explosive Erwärmung geben müssen. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Erde kühlte sich weiter ab. Als die 100° C unterschritten waren, begann der Wasserdampf in der Luft zu kondensieren. Es bildeten sich zuerst Wassertröpfen, dann Regentropfen. Es regnete, regnete und regnete – die Ozeane entstanden, die gut Zweidrittel der Erdoberfläche bedecken. Ein wenig des CO2 wurde mit dem regen ausgewaschen, doch der größte Teil blieb in der Luft. Was hatte mit ihm der Schöpfer, die Natur vor?

Das CO2 wurde zu einer der wichtigsten Lebenssubstanzen der Erde. Es ist unverzichtbar für alles höhere Leben auf Erden, insbesondere die grünen Pflanzen, unsere Primärproduzenten. Dies ist die logische Konsequenz aus der Photosynthesegleichung. Jeder Mensch kennt sie aus dem Biologieunterricht. Die ersten zur Photosynthese fähigen Lebewesen waren in den Meeren die Blaugrünalgen. Wir können ihren Ursprung einigermaßen nachvollziehen, aber ursächlich erklären können wir ihn nicht. Eine Idee finden wir in der Schöpfungsgeschichte. Nachdem Himmel und Erde sowie Tag und Nacht geschaffen waren, kam der göttliche Befehl: „Es werde Licht!“. In der Tat, das Licht bildet die Grundlage für alles Leben auf der Erde. Somit sind die Lichtquanten der Sonne die Ursubstanz aller Nahrung auf Erden. Ohne Licht gibt es kein Leben, keine Energie für das Leben.

Diese Sätze gelten für alle Pflanzen in direkter und für alle Tiere, auch den Menschen, in indirekter Weise. Allein das Licht bewirkt die Photosynthese. Die Photosynthese ist der Prozess, bei dem die grüne Pflanze aus dem Kohlenstoffdioxyd der Luft und dem Wasser mit Hilfe des grünen Farbstoffs Chlorophyll und des Sonnenlichts Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker bildet und gleichzeitig Sauerstoff freisetzt. Dieser Photosyntheseprozess, bei dem über die Spaltöffnungen der Blätter CO2 aus der Luft assimiliert und in Biomasse eingebaut wird, stellt die Grundlage für alles Leben auf der Erde dar. Die Pflanzen als Primärproduzenten liefern den Konsumenten Mensch und Tier sowohl deren Nahrung wie den Sauerstoff, der zur Verbrennung der Nahrung notwendig ist.

Die jährliche Kohlenhydratbildung über die Photosynthese über die Land- und Wasserpflanzen ist gigantisch, praktisch unvorstellbar. In Energie umgerechnet wird von den Pflanzen so viel CO2 assimiliert, wie es 1 bis 5mal 10hoch10 Tonnen Kohle entspricht. Das sind etwa 10 bis 50 Milliarden Tonnen Kohle. Würde man diese Menge in Kohlewaggons mit je 25 Tonnen Kohle transportieren wollen, so würde das einen Zug ergeben, der 5 Mal zum Mond und zurück reicht. Die einfache Entfernung zum Mond beträgt 380 000 km. Der Zug hätte also eine Länge von 3,8 Millionen km, was etwa dem 99. Erdumfang entspräche. Mit diesen Mengen Energie beliefert die Sonne allein die grünen Pflanzen.

Es zeugt schon von völliger Ignoranz der Natur gegenüber, das für alles Leben zwingend notwendige Kohlenstoffdioxyd als Umweltgift zu bezeichnen und eine CO2-freie Atmosphäre zu fordern. Das CO2 in der Luft ist ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel für die Pflanzen und damit für alles Leben. Wenn der neue Präsident des Umweltbundesamtes, einer wissenschaftlichen Oberbehörde des Bundes, es als sein Ziel deklariert, bis zum Jahre 2050 ein „CO2-freies Deutschland“ zu schaffen, dann sollten bei uns alle Alarmlampen aufleuchten und alle Alarmglocken läuten. Dies wäre in letzter Konsequenz ein Selbstmordprogramm, für die Pflanzen, dann die Tiere und Menschen. Der ehemalige Präsident des Naturschutzbundes Deutschland sollte mal, begleitet von allen Abgeordneten des Bundestages, eine Wanderung zum Botanischen Garten in Berlin machen und den Satz am Eingang interpretieren: „Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“ Ihnen müsste die Erkenntnis kommen: Entfernt man das CO2 aus der Luft, dann fehlt für die Photosynthese der „chemischen Fabrik“ Pflanze ein Grundstoff, die Produktion bricht zusammen. Es gibt keine Nahrung mehr für das Leben auf Erden. Die Erde wäre ein toter Planet, alles Leben ausgelöscht. Solch ein Wirklichkeitsverlust kann durch ideologische Verblendung entstehen.

Was hat das Kohlendioxyd mit der Temperatur und dem Wetter zu tun? Das Umweltbundesamt weiß es: Nichts! Es unterhält seit Beginn der 70er Jahre ein Messnetz von Reinluftstationen. An diesen werden seit mehr als 30 Jahren die Tagesgänge der Temperatur wie des CO2-Gehalt der bodennahen Luft gemessen. Beide Elemente haben einen Tagesgang, der durch die Rotation der Erde, den Wechsel von Tag und Nacht hervorgerufen wird. Wie sieht der Tagesgang des CO2-Gehalts aus? Morgens haben wir immer ein Maximum. In der Nacht hatte die CO2-Assimilation mangels Licht geruht und aus dem Erdboden, der je nach Humusgehalt mehr als 1 Prozent Kohlendioxyd enthält, war in der Nacht mächtig CO2 emittiert worden. Sofort mit Sonnenaufgang, also dem Befehl „Es werde Licht“, setzt die Photosynthese ein, es wird der Luft Kohlendioxyd entzogen, bis zum Abend. Messungen im Ebersbacher Forst bei München haben morgens einen CO2-Gehalt der Luft von 700-800 ppm,

also 0,08 Prozent ergeben. Abends waren es nur um die 300 ppm oder 0,03 Prozent. Die Pflanze ist eine „chemische Fabrik“, die nur am Tage arbeitet und das weitgehend unabhängig von der Temperatur. Dies steckt in der Bauernregel: „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun’ und Fass!“

Der Tagesgang der Temperatur hängt auch von Tag-Nacht-Rhythmus ab, nur umgekehrt! Dies liegt an der unabänderlichen Tatsache, dass die Erde wie jeder andere Körper auch, unentwegt je nach Temperatur Wärme abstrahlt, eine Temperaturstrahlung aussendet und sich dabei zwangsläufig abkühlt. Je nach Länge der Nacht ist es bei klarem Himmel morgens entsprechend kalt. Morgens bei Sonnenaufgang haben wir das Minimum der Temperatur. Mit den ersten Sonnenstrahlen wird der Erdboden wieder erwärmt und danach erst durch Leitung und Konvektion die Luft. Wir haben das Phänomen. Dass die Heizquelle die Sonne ist, aber die Heizfläche der Boden ist, der wiederum auch die Kühlfläche nachts ist. Dies sieht man besonders in klaren Strahlungsnächten, wenn die Oberflächentemperatur der Bodens unter die Temperatur der Luft sinkt, sich eine Bodeninversion bildet. Unter dieser sammelt sich auch das vom Boden ausgeatmete nächtliche schwere CO2. Die Pflanzen freuen sich, denn wie sollten sie an der CO2 der Luft kommen, wenn sich dieses in 6 km Höhe sammeln würde, um dort eine Art Treibhausglocke zu bilden. Auch der Wasserdampf tut den Klimaexperten den Gefallen nicht, sondern kondensiert als Tau oder Reif an der Grashalmen, Blättern etc.

Vergleicht man beide Tagesgänge, so ergibt sich unzweifelhaft: beide haben nichts miteinander zu tun, obgleich beiden der Tagesrhythmus mit Hell und Dunkel zugrunde liegt. Wo keine Korrelation besteht, da besteht erst recht keine Kausalbeziehung. Die Meteorologen hätten sich dies längst zunutze gemacht bei der Temperaturvorhersage. Ein Maximum des CO2 bewirkt noch längst kein Maximum der Temperatur. Dies zeigt auch die einem Sägezahn ähnelnde CO2-Kurve von dem Mauna Loa auf Hawaii. Diese jährlichen Sägezähne sind einzig auf den Einfluss der Vegetation zurückzuführen. Wenn im Herbst das Laub abgeworfen wird, die Ernten eingebracht sind, dann sinkt die CO2-Assimilation, der CO2-Gehalt steigt. Parallel dazu sinkt zum Winter hin die Temperatur. Im Frühjahr mit dem ersten Grün kehrt sich das Verhältnis wieder um. Die Temperaturen sinken, der CO2-Gehalt der Luft steigt. Wieder keine Korrelation, keine Kausalbeziehung.

Noch ein anderes Beispiel. Der Messwert von Mauna Loa wird als „ubiquitär“, als praktisch „repräsentativ“ und damit überall gleich für die ganze Erde deklariert. Warum sind die Temperaturen nicht überall gleich? Warum haben wir auf der Nord- und Südhemisphäre wechselnde Jahreszeiten mit Temperaturunterschieden bis zu 100° C bei gleichen CO2-Werten? Die Natur passt sich nicht den simplen, ideologisch eingeengten Denkschemata der Klimaexperten an. Gerade dies macht die Meteorologie samt Wetteranalyse und –vorhersage so interessant und spannend. Meteorologen haben es gelernt, fehlbar zu sein. Doch dies liegt einzig und allein an der Komplexität der Natur. Man merke sich: Die Ausstrahlung der Erde ist ein immerwährender Prozess, die Einstrahlung aber auf die Tagesstunden beschränkt. Ihre Intensität hängt zudem von der Schiefe der Ekliptik, dem wechselnden Einfallswinkel der Sonnenstrahlung und der wechselnden Weglänge der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre ab.

Kommen wir kurz zu dem Bild von der erde als Treibhaus und dem daraus abgeleiteten, zum Naturgesetz erhobenen „natürlichen Treibhauseffekt“. Diesem sollen wir angeblich unser Leben verdanken. Die These der Klimaexperten lautet: Das Sonnenlicht durchstrahlt die Atmosphäre und erwärmt direkt den Erdboden. Dieser strahlt frequenzverschoben langwellige unsichtbare Wärmestrahlung ab. Die mit Lichtgeschwindigkeit emittierte Wärmestrahlung des Bodens kann jedoch nicht ins Weltall entweichen, sondern wird von den in 6 km Höhe konzentrierten Treibhausgasen absorbiert und zur Erde zurückgestrahlt. Auf diese Weise wird die Erderwärmung erklärt und deswegen die Reduktion der Treibhausgase gefordert. Nur auf diese Art und Weise kann die Klimakatastrophe noch, wenn überhaupt, verhindert werden. Dieses idealisierte Bild hat mit der Wirklichkeit nichts, aber auch rein gar nichts zu tun, wie jeder tagein und tagaus selbst am Tagesgang der Temperatur nachvollziehen kann.

Jeder Gärtner, der ein Gewächshaus betreibt, kann dies bestätigen. Der angebliche Treibhauseffekt funktioniert dann und nur dann, wenn die Sonne scheint und das Gewächshaus geschlossen ist. Nur dann kann das durch die Sonne aufgeheizte Innenluft im Gewächshaus gefangen bleiben, ist es wärmer als außerhalb. Geht die Sonne unter, dann kühlt es auch im Gewächshaus ab. Eine Glashülle mag zwar als den Luftaustausch verhindern, aber nicht die Abkühlung. Glas ist nämlich ein guter Wärmeleiter, doch in der Modelltheorie der Klimaexperten wird gerade die Wärmeleitung unterbunden. Sie kommt ebenso wenig vor wie die Konvektion, der Wärmeaustausch durch Thermik oder horizontalen Lufttransport. Gäbe es den Treibhauseffekt, dann dürfte kein Autofahrer im Winter in seinem Treibhaus erfrieren. Doch wenn der Tank leer und der Motor aus sind, dann nützt kein Angstschweiß und kein kräftiges Ausatmen etwas, die Insassen erfrieren. Wenn jetzt im Frühjahr die Spargelfelder und Gemüseanbauflächen großflächig mit Folien überdeckt sind, dann nicht um die Pflanzen vor der wärmenden nächtlichen „Gegenstrahlung“ zu schützen. Im Gegenteil, man will durch eine künstliche Haut den Boden vor zu großer nächtlicher Unterkühlung schützen. Die Folien haben die Funktion eines Pullovers und sollen die Abkühlung bremsen. Außerdem bleibt das vom Boden abgegebene CO2 unter der Folie und erhöht das morgendliche Nahrungsangebot.

Wenn der Erdölkonzern Shell im Jahr 2005 sich als Klima-Musterschüler aufspielt und stolz verkündet, er wolle in den Niederlanden ein Großprojekt zur Rettung des Klimas machen, indem er jährlich 170 000 Tonnen von CO2 aus seinen Raffinerien in Gewächshäuser leiten, dann bestätigt er nichts anderes als den schon im Jahre 1885 patentierten „Düngeeffekt“. Ein Rübenbauer hatte vor 125 Jahren seine Idee, durch ein Rübenfeld einen porösen Schlauch zu legen und mit Kohlensäure den Pflanzen mehr Nahrung zuzuführen, patentieren lassen. Der Gehalt der Luft mit etwa 0,04 Prozent ist unteroptimal für die Pflanzen. Erhöht man dagegen in Gewächshäusern den Gehalt von 400 ppm auf 1500 bis 2000 ppm, dann kann man dadurch das Pflanzenwachstum erhöhen und deren Produktion steigern. Bläst man CO2 in die Gewächshäuser, so ändert dies nichts an der Temperatur.

Der natürliche Treibhauseffekt wird als ein Segen dargestellt, er wäre jedoch im Gegenteil, ein Fluch, eine Gefahr. Dies geht aus einem Brief des Umweltbundesamtes vom 14. August 1997 hervor: „Glücklicherweise kann CO2 das Strahlungsfenster zwischen 7 und 13 µm in der Tat nicht schließen – die Folgen müssten dramatisch bis katastrophal sein.“ Das Umweltbundesamt bestätigt eine Trivialität und konterkariert alle Klimaexperten mit ihrer Treibhaushypothese. Um dieses einzusehen, benötigt man nur elementares Schulwissen der Physik, speziell der Spektralanalyse. Dieser Zweig der Physik wurde 1859 durch Kirchhoff und Bunsen begründet. Er beruht auf der simplen Erkenntnis wie deren experimenteller Überprüfung, dass feste und flüssige Körper Strahlung über ein kontinuierliches, also zusammenhängendes Wellenlängenspektrum emittieren, Gas aber nur selektiv, stoffspezifisch Strahlung absorbieren können. Zeichnet man alle Absorptionslinien aller Treibhausgase in ein Emissionsspektrum der Erde, so ergeben sich absorptionsfreie Zonen, die man offene Strahlungsfenster nennt. Offen deswegen, weil auch bei einer reinen Wasserdampf- und Kohlenszoffdioxydatmosphäre, das Strahlungsfenster nicht geschlossen werden kann und mithin offen bleibt. Dies steht auch im ersten Enquete-Bericht des Bundestages vom 2. November 1988. Hat die Erde eine einheitliche Temperatur von +15° C (288 K), dann liegt das Maximum der abgestrahlten Energie bei 10 µm. CO2 absorbiert aber nur bei 4,3 und bei 15 µm, also außerhalb des offenen Strahlungsfensters. Es kann partout keinen Treibhauseffekt ausüben. Dies ist physikalisch unmöglich.

Weil dies unmöglich ist, haben die den Tagesgang der Temperatur, der umso ausgeprägter ist, je näher man sich am Boden befindet. Dies bestätigt einmal mehr, dass der Boden Heiz- und Kühlfläche der aufliegenden Luft zugleich ist. Das von Isaac Newton formulierte Abkühlungsgesetz besagt nichts anderes als die seit Urzeiten von Menschen gemachte Erfahrung, dass man zur Erwärmung von Körpern immer Energie aufwenden muss. Die Abkühlung geht von allein vonstatten, bedarf keines Energieaufwandes. Sehr teuer und energieaufwendig ist dagegen die Verhinderung der Abkühlung. Deswegen stehen im Winter die meisten Gewächshäuser leer. Der Unterglasgartenbau ist ein teures Geschäft und lohnt sich nur bei besonderen Kulturen. Die Unterhaltung und Klimatisierung von Palmengärten ist sehr kostspielig. Auch hier zeigt sich: Das Bild von der Erde als Treibhaus ist Betrug, eine Mogelpackung. Auch wenn dies eindeutig so ist, so sollten wir dennoch äußerst sparsam und sorgfältig mit den Bodenschätzen und Rohstoffen der Natur umgehen.

Wer sich mit Pflanzen beschäftigt, sei es als Gärtner, Landwirt oder Förster beschäftigt, sollte sich insbesondere nicht als „Klimakiller“ oder Produzent des „Umweltgiftes CO2“ anprangern und beschimpfen lassen. Die uns allen eingeredete und damit eingebildete Klimakatastrophe sollte uns nicht kritiklos werden lassen. Im Gegenteil, wir sind alle verpflichtet, gegen diesen Betrug massiv anzugehen, wollen wir uns nicht eines Tages in einem „Treibhaus“ wieder finden, in dem keine Pflanzen wie in einem Gewächshaus gezüchtet werden, sondern wir Menschen. Vom Treibhaus zum Zuchthaus ist nur ein gradueller Unterschied. Mittlerweile wird der Sündenfall des Menschen nicht mehr mit der Industrialisierung gekoppelt, sondern mit der Neolithischen Revolution nach Ende der letzten Eiszeit vor gut 10 000 Jahren. Der „Sündenfall“ begann mit dem Übergang des vorsteinzeitlichen Menschen vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern und Viehzüchter. Gegen diese Konstruktion einer globalen, dem Menschen eigenen neuartigen „Erbsünde“ sollten wir uns vehement zur Wehr setzen.

Diese ganz neuartige These stammt aus dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Sie bestätigt indirekt das, was der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, der Biologe Hubert Markl, anlässlich der EXPO 2000 in Hannover anlässlich eines internationalen Nachhaltigkeitsprozesses öffentlich ohne Protest und Widerspruch bekannte: „Lug und Trug sind integrale Bestandteile des Forschens“. Viele Lügen fliegen leicht auf, wenn aber Forscher mit Unterstützung der Politik systematisch im Konsens lügen, dann wird es für jeden Einzelmenschen extrem schwer, diese Lügen zu entlarven. Zum Glück können die Lügen, da aus der Natur gegriffen mit Beispielen aus der Natur ohne allzu große Schwierigkeiten widerlegt werden. Viele Beispiele habe ich hier präsentiert. Noch eines zum Abschluss. Sie alle kennen Infrarot- oder Wärmebildkameras, mit denen man in finsterster Nacht fotografieren, wie eine Klapperschlange sehen kann. Man kann damit Spionage betreiben und auch vom Welktraum von Satelliten aus die Temperaturverteilung auf der Erde infrarot, über die Wärmestrahlung eines jeden Körpers erfassen. Jeder Wettersatellit ist seit 1977 mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet. Diese kann nur die Temperaturen der Erdoberfläche messen, weil das atmosphärische Strahlungsfenster zwischen 7 und 13 µm weit offen ist.

Ich als Pflichtverteidiger für das sprachlose CO2-Molekül plädiere für den Freispruch des CO2 vom Vorwurf, eine Klimakiller oder Umweltgift zu sein. Es ist kein Freispruch mangels Beweisen, sondern wegen eindeutig bewiesener Unschuld. Sie müssen nun ihr Urteil fällen!

Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde, Leitung: Dr. phil. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met.

www.treibhaus-schwindel.de; www.derwettermann.de;

Lektüre: Wolfgang Thüne; „Freispruch für CO2“, Wiesbaden 2002 (edition steinherz)

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